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5 Fragen an…Ines Herrmann – „Ich liebe die Verbindung von Herz und Intellekt“

Heute möchte ich eine neue Rubrik auf meinem Blog etablieren: „5 Fragen an…“ Den Anfang macht Ines Herrmann, eine talentierte Songwriterin und Sängerin aus Dresden mit atemberaubender Stimme. Am 15. Februar hat sie ihre zweite EP „Phoenix“ herausgebracht. Inwiefern sich diese von ihrer Vorgänger-EP „roze hip“ unterscheidet und warum Kopf und Herz für sie viel öfter Hand in Hand gehen sollten, erzählt sie im Kurz-Interview.

Seit 2014 ist Ines – nach einigen Jahren als Bandleaderin und Sängerin in Coverbands – als Solo-Songwriterin und -Sängerin aktiv. Ihre Konzerte führten sie durch Clubs und Bars in Deutschland, Irland und sogar den USA. Die Hauptrolle in Ines Songs spielt ihre Stimme: kraftvoll, facettenreich, mitunter verraucht und dennoch stets mit einem warmen Timbre.

Ihre neue EP „Phoenix“ gibt es jetzt auf allen gängigen Musikportalen zu hören (hier findet ihr die Links). Hatte sie sich auf ihrer erste EP „roze hip“ noch mehr den leisen, sanften Tönen verschrieben, erweitert sie auf „Phoenix“ ihr musikalisches Repertoire und wird rockiger. Meine Favoriten: Stone Eyes und Ripped Jeans.


© Maks Pallas http://www.makspallas.com

Ines, ich finde, im Vergleich zur EP „roze hip“ hört sich „Phoenix“ härter, rockiger, weniger sanft an –  woher dieser Wandel?

Danke dir für diese Einschätzung! Ja, da spielen sehr viele Komponenten hinein. Songs wie „Don’t Play Me“ und „The Early Girl“, die pure Ines-Songs sind, sind durchaus in der alten Tradition und bekommen nur die erweiterte Instrumentierung dazu. Allein die Bandbesetzung macht da viel aus. „roze hip“ war eine Akustik-EP im Live-Stil. Mit dieser Art ist bei mir live immer noch zu rechnen. Die Songs „Stone Eyes“ und „Ripped Jeans“ sind beeinflusst von meinen Co-Writern – zum einen Christian, der aus dem Stoner-Rock kommt (Lasse Reinstroem), und Friedemann, der sonst Deutschrock macht (Alice Roger). Ich war in Experimentierlaune – auch, was die Facetten meiner Stimme angeht – und wollte durchaus schon früher rockiger sein. Davon inspiriert, ist auch „If She’d Be Like You“ entstanden. Die Songs erfreuen sich großer Beliebtheit, und auch mein Produzent steigert sich gern in sie hinein. Daher sind ein bis zwei Titel auch ein bisschen heavier, als man sie live bei mir bekommt. Letztlich bin ich eine große Verfechterin dessen, dass wir einander nicht in eine Schublade stecken sollten. Wir sind so viel mehr. Und wenn wir es uns erlauben – und anderen erlauben – haben wir alle mehr Raum, echt zu sein.

Auf meinem Blog dreht sich ja viel um Songtexte, deshalb interessiert mich vor allem: Was kommt bei dir zuerst – die Musik oder der Text?

Tatsächlich werde ich das häufig gefragt! Ich bin Sängerin. Beim Songwriting ist der Text deshalb oft mein Element. Ist jemand da, der mir die Grooves gibt, fange ich sofort an zu texten, weil ich etwas singen möchte. Ich staple bei mir Texte für solche Fälle. Einfach was aufschlagen, dazu singen, fertig. Mein eigenes Songwriting beginnt manchmal mit Text, ein andermal mit Klang – meistens aber mit einem Gefühl.

Wie persönlich sind deine Texte?

Meine Songs haben immer etwas mit mir zu tun. Der Prozentsatz ist unterschiedlich, und ich forme Erlebtes auch zu Geschichten und Bildern. In einer Welt, in der vieles kopflastig ist, und von uns in der Erwachsenenwelt „erwachsenes“ Verhalten (was immer das ist) erwartet wird, gibt es viele Songs zum Thema Kopf und Herz oder Kopf und Bauch, und das allgemeine Credo ist ja: „Folge deinem Herzen, lass den Kopf mal zuhause“. Aber ich bin da für mehr Einheit. Ich liebe die Verbindung von Herz und Intellekt.


© Maks Pallas http://www.makspallas.com

2019 spielst du in so manchen Städten hast du vor deinen Auftritten eigentlich noch Lampenfieber?  

Klar habe ich Lampenfieber. Oft direkt vorm Konzert, und dann in den ersten Songs. Je größer die Abstände zwischen den Konzerten, desto stärker ist es. Meine Konzerte sind in aller Regel Solokonzerte, sodass ich das Zentrum der Aufmerksamkeit bin.

Was liebst du an Live-Auftritten?

Jeder Abend ist anders und jeder Song entfaltet sich an den verschiedenen Abenden anders. Ich liebe an Konzerten, dass sie zu Orten der Begegnung und Wiederbegegnung werden. Wenn überhaupt, geht es immer um die Menschen.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg und alles Gute für dich!

Hier könnt ihr Ines Herrmann 2019 live erleben:

15.2., 20 Uhr: v-cake Dresden
16.2., 20 Uhr: Café Füchsen Erfurt
28.2. 21 Uhr: Zwingerbar Nürnberg
1.3., 20 Uhr: Jeaney’s Pub Fürstenfeldbruck
6.3., 20 Uhr: Zum Adam, Zwickau
10.5., 20 Uhr: Dresdner Str. 10 Bischofswerda
16.5., 21 Uhr: Wulbert’s Dresden
18.5., 20 Uhr: Café Füchsen Erfurt
11.7, 20 Uhr: Zimmer 16 Berlin
1.8., 20 Uhr: LieblingsBar Hannover
2.8., 20 Uhr: 7Gramm Halle

Ines ist auch auf so manchen Kanälen unterwegs:

Ihre Webseite
Facebook
Instagram
Spotify

Titelbild: © Maks Pallas http://www.makspallas.com

 

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