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Jahresrückblick 2018: Das war los auf diesem Blog

Ups, ist schon wieder ein Jahr vergangen? 2018 habe ich in Sachen Bloggen noch mehr auf Qualität als auf Quantität gesetzt. Weniger beschönigt: Ich hätte fleißiger sein können. 😀 Zwölf Beiträge habe ich aber immerhin veröffentlicht und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass es sich bei allen um musikalische Perlen handelt. Zeit, zurückzublicken – auf die Musik und das Bloggen.

Das Bloggen und ich sind uns nicht immer hold. Einerseits macht es mir sehr viel Spaß, wenn ich neue Musik entdecke oder altbekannte empfehle oder daraufhin eure Likes und Feedback erhalte. Vielen Dank dafür! ❤
Andererseits stresst es mich auch etwas, gerade wenn ich vergleiche, wie viel andere Blogger veröffentlichen und wie oft sie fleißig Musik posten. Seufz, wie gerne könnte ich das auch!
Aber scheinbar will ich es nicht genug, denn oft möchte ich nach der Arbeit lieber den Kopf frei bekommen als nochmal anstrengen. Zumal ich mein täglich Brot mit Schreiben verdiene, da sind die geistigen Kapazitäten nach acht Stunden Arbeitstag schnell aufgebraucht.

Mittlerweile habe ich aber meinen Frieden damit gemacht: Ich habe erkannt, dass ich wahrscheinlich niemals ein Blogger mit Megareichweite werde wie auch, wenn ich nur maximal einmal im Monat etwas poste. So viel Realismus muss schon sein.
Klar, über Instagram könnte ich mit viel Fleiß und Arbeit auch meine Reichweite erweitern. Doch das permanente Veröffentlichen von möglichst hochwertigen Bildern ist mir auch viel zu stressig. Zumal ich dieser Scheinwelt kritisch gegenüberstehe.
Es ist toll, dass ich mittlerweile so viele Newsletter mit neuer Musik von Agenturen zugeschickt bekomme, aber sie zu sichten, damit komme ich schon lange nicht mehr hinterher.

Aber das ist jetzt auch ok für mich. Das Bloggen bleibt ein tolles Hobby und ich werde weiterhin nur Artikel zu Musik veröffentlichen, hinter der ich hundertprozentig stehe. Und euch vielleicht den ein oder anderen interessanten Einblick in Songtexte eröffnen. Dies reicht mir, um auch 2019 guten Gewissens diesen Blog fortzuführen.

SO sieht mein Schreibtisch während des Bloggens leider nicht aus 😉 Quelle: pixabay.com

Lustigerweise ist mittlerweile mein erfolgreichstes Artikel „Meine 10 besten Klassik-Stücke aller Zeiten“. Da dieser, egal welchen Suchbegriff zu Klassik man bei Google eintippt, im Ranking ganz oben steht, beschert mir das einen ungeahnten Besucherstrom. Worüber ich mich natürlich sehr freue andererseits weiß ich, dass dies Besucher auf der Suche nach schneller Information und weniger Leute sind, die an meinem Blog generell interessiert sind. Zumal klassische Musik eigentlich ein Ausreißer in der Musik darstellt, die ich sonst höre. Zum Beispiel nämlich jene:

  1. Der Soundtrack der Netflix-Serie „Dark“

Das Jahr begann schaurig-schön mit dem „Durchsuchten“ der Netflix-Serie „Dark“. Sie war nicht nur unfassbar spannend und schwindelerregend verworren, sondern hat auch einen herrlich düsteren Soundtrack, eine Mischung aus modernen Songs und Liedern aus den 80er- und sogar 50er-Jahren. Dank des Soundtracks konnte ich tolle Musik entdecken, zum Beispiel Agnes Obels „Familiar“, „Keep the streets empty for me“ von Fever Ray, „Me & the Devil“ von Soap &Skin oder „A Quiet Life“ von Teho Teardo feat. Blixa Bargeld. Der offizielle Starttermin der zweiten Staffel steht leider noch nicht fest, es ist frühestens von Mitte 2019 auszugehen.

2. The Decemberists „The Hazards of Love“

Ich kann es nicht oft genug sagen: „The Hazards of Love“ ist eines meiner liebsten Alben aller Zeiten. Von der fantasievollen, tragisch-romantischen Liebesgeschichte, die in den 17 Songs erzählt wird, bekomme ich einfach nicht genug. In die eigentümliche Gesang- und Klangwelt muss man erstmal hineinfinden, das gebe ich zu, und ja, ohne den Text zu verstehen, funktioniert das Album nicht. Aber es lohnt sich!

3. Orbinaut „The Marmalade Mind“

Sehr coole Musik, besonders, wenn man Videospiele liebt. Die Musik des Hamburgers Henning Behrendt aka Orbinaut ist unter anderem geprägt von 8-Bit-Videospielen. Hört die Musik zum Aufräumen oder Wischlappen schwingen oder wann immer ihr einen kleinen Energieschub braucht und es geht euch alles gleich ein wenig schneller von der Hand!


Das Artwork für „The Marmalade Mind“ (von Julia Ahrens)

4. Isolation Berlin „Vergifte dich“

2018 wurde das von mir heiß ersehnte neue Album von Isolation Berlin veröffentlicht. „Vergifte dich“ beinhaltet gewohnte Ohrwürmer und clevere Textzeilen, aber leider mag ich das Album nicht so sehr wie die Vorgänger: vielleicht zu unterkühlt, vielleicht ein Tick zu zynisch, vielleicht zu unpersönlich. Trotzdem eine gute Platte!

5. Mine + Fatoni „Alle Liebe nachträglich“

Ein Platte fast nur über alltäglichen Beziehungswahnsinn kann das aufgehen? Ja, es kann. Der Sprechgesang des Rappers Fatoni und die kühle Stimme der Sängerin Mine bilden ein unwiderstehliches Paar, die Texte zwingen zum Zuhören. Nicht selten lacht man auf – weil man sich selbst ertappt fühlt.

6. Eels & Escalators

Der sechste Beitrag des Jahres war ein Interview mit der jungen Band Eels & Escalators aus Bochum. Die vier Musiker arbeiten stetig an ihrem musikalischen Stil und versuchen sich weiterzuentwickeln um eben den „inspirativen Wust in einen eigenen Stil gießen“, wie sie so schön im Interview sagten. 2018 haben sie ihre EP „Heat Devil / Deep beneath the sea“ veröffentlicht. Ich bin gespannt, was die Band 2019 von sich hören lässt!


Eels & Escalators © Susanne Becker (www.derpapierplanet.de)

7. The Twilight Sad

Mit ihrem melancholischen Stil und 80er-Jahre-Sound stießen The Twilight Sad bei mir natürlich sofort auf offene Ohren allen voran der Song „It was never the same“. Auch Robert Smith von The Cure ist großer Fan der schottischen Band, die schon eine komplette Welttournee der englischen Kultband als Support begleiten durfte.

8. EL VY „Return to the Moon“

Matt Berninger, Frontmann von The National, ist zugegeben einer der coolsten Musiker auf diesem Planeten. Was er anfasst, wird musikalisches Gold wobei der ungewöhnliche Sound auf „Return to the Moon“ auch zum Großteil Mastermind Brent Knopf zu verdanken ist. Auf jeden Fall ist es ein großartiges Album, das abgesehen von Berningers markanten Stimme so erfrischend anders klingt als die von The National.

9. Get Well Soon „The Horror“

Wenn Get Well Soon ein neues Album veröffentlichen, darf man immer Großes erwarten und die Erwartungen wurden erfüllt! „The Horror“ ist ein wahnsinnig komplexes Werk, das den alltäglichen Horror und Albträume in vielen Facetten beleuchtet. Musikalisch anspruchsvoll, politisch aktuell und das wahrscheinlich am wenigsten eingängigste Album der Band. Aber wie gewohnt ein Meisterwerk!


Konstantin Gropper von Get Well Soon © Clemens Fantur

10. Giant Rooks

Leichtfüßiger und beschwingter ist dagegen die Musik der jungen Band Giant Rooks aus Hamm, Nordrhein-Westfalen. Ihre wenigen Songs sind bis jetzt allesamt Ohrwürmer und machen echt Spaß. Ich erwarte Großes von der Band!

11. Lollapalooza 2018

Das Lollapalooza Festival im Olympiapark Berlin war toll obwohl die musikalische Auswahl für mich eher mager ausfiel. Immerhin habe ich The National gesehen und es war großartig! Auch die Organisation klappte viel besser als in Hoppegarten das Jahr zuvor, sodass einer tollen Stimmung nichts im Wege stand.

12. Entertainment for the Braindead und Minnie Birch

Das Kontrastprogramm dazu war das Wohnzimmerkonzert von Entertainment for the Braindead und Minnie Birch in Darmstadt. Die beiden Frauen machen wunderschöne Musik, jede auf ihre eigene Art und Weise. Ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen!


Julia ist Entertainment for the Braindead © Julia Kotowski

Das war also das musikalische Jahr auf diesem Blog. Laut Spotify Wrapped habe ich 2018 insgesamt 67.977 Minuten mit Musik hören verbracht (diese Seite kreiert euch Statistiken zu eurem Hörverhalten). Das sind tatsächlich fast 7 Wochen oder anders gesagt rund 47 Tage. Klingt erstmal nicht so viel, aber ich muss ja auch noch schlafen und arbeiten. 😀

Mein Wunsch für nächstes Jahr: noch mehr Zeit mit guter Musik verbringen, neue entdecken sowie weiterhin und vielleicht sogar etwas mehr Beiträge als 2018 auf diesem Blog veröffentlichen!

Es freut mich sehr, wenn ihr ab und zu vorbeischaut und ich vielleicht sogar den ein oder anderen neuen Leser gewinnen kann. Schreibt mir gern, wenn ihr Kritik, Anregungen oder einen unwiderstehlichen Musiktipp für mich habt.

Ich wünsche euch allen ein glückliches neues Jahr mit viel guter alter und neuer Musik!

Eure Jana

Das waren meine Top-Tracks 2018:

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